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Wie findet KI passende Jobs statt nur ähnliche Jobtitel?

Jobtitel sind schlechte Suchkriterien: Derselbe Titel bedeutet in zwei Firmen zwei verschiedene Jobs. Was eine brauchbare Bewertung stattdessen vergleicht, und warum sie ihre Gründe zeigen muss.

Wie findet KI passende Jobs statt nur ähnliche Jobtitel?

Der Jobtitel ist das schlechteste verfügbare Suchkriterium, und fast jede Suche
beginnt damit.

„Senior Backend Engineer" heißt bei einem Konzern etwas anderes als bei einem
Unternehmen mit zwölf Leuten. Einmal ist es eine Spezialistenrolle in einem
großen Team, einmal bedeutet es faktisch Verantwortung für die gesamte
Infrastruktur. Gleicher Titel, verschiedene Jobs.

Umgekehrt genauso: Die Stelle, die perfekt passt, heißt vielleicht „Platform
Engineer" oder „Software Engineer II" und taucht in deiner Titelsuche nie auf.

Warum Titelsuche zweimal danebengeht

Zwei Fehler, und beide kosten:

Falsche Treffer. Du siehst Stellen mit dem richtigen Namen und den falschen
Inhalten und liest sie trotzdem, weil du es erst nach dem Lesen weißt.

Fehlende Treffer. Passende Stellen mit anderem Titel siehst du nie. Dieser
Fehler ist der teurere, weil er unsichtbar ist.

Filter helfen nur begrenzt. Sie sind Häkchen, und die meisten realen Bedingungen
sind keine Häkchen. „Remote" ist ein Häkchen. „Remote, aber ich würde ins Büro
fahren, wenn es unter einer Stunde ist und die Rolle dafür deutlich besser
bezahlt" ist keines.

Was stattdessen verglichen wird

Eine brauchbare Bewertung liest die Ausschreibung und vergleicht sie in mehreren
Dimensionen mit deinem Profil, statt Zeichenketten abzugleichen:

Fähigkeiten und Erfahrung. Nicht nur, ob eine Technologie im Text vorkommt,
sondern in welcher Rolle du sie eingesetzt hast und wie lange. Zwei Jahre
Python in einem Datenprojekt sind etwas anderes als „Python" in einer
Aufzählung.

Verantwortungsebene. Führung, fachliche Leitung oder reine Umsetzung. Diese
Ebene steht selten im Titel und fast immer im Text.

Rahmenbedingungen. Standort, Arbeitsmodell, Reisebereitschaft, Sprache. Das
sind meist Ausschlusskriterien, keine Pluspunkte, eine Stelle, die
Vollzeitpräsenz in einer anderen Stadt verlangt, ist entweder möglich oder
nicht.

Vergütung. Wenn eine Angabe vorhanden ist, ist sie hart. Wenn keine da ist,
ist das eine Unbekannte und sollte als solche benannt werden, nicht als
Übereinstimmung durchgehen.

Richtung. Ist die Stelle ein Schritt in die Richtung, die du willst, oder
seitwärts? Das hängt daran, was du als Ziel angegeben hast.

Warum eine Zahl allein nichts wert ist

Angenommen, eine Stelle bekommt 88 %. (Hypothetisches Beispiel.)

Diese Zahl sagt dir nicht, ob die fehlenden 12 % bedeuten:

  • eine Technologie, die du in zwei Wochen lernst,
  • fünf Jahre Führungserfahrung, die du nicht hast,
  • oder eine Gehaltsangabe, die unter deinem Minimum liegt.

Das sind drei völlig verschiedene Situationen, und in zweien davon solltest du
dich nicht bewerben, während du dich in der ersten sofort bewerben solltest.

Deshalb ist die Begründung wichtiger als der Wert. Eine brauchbare Bewertung
zeigt beides getrennt: was passt und was du prüfen musst. Erst dann
kannst du widersprechen, und Widersprechen ist der Punkt. Du weißt Dinge über
dich, die in keinem Profil stehen.

Woran du eine schwache Bewertung erkennst

  • Sie zeigt nur eine Zahl.
  • Alle Stellen liegen zwischen 80 und 95 %. Dann misst sie nichts, was
    unterscheidet.
  • Sie behandelt fehlende Angaben als Übereinstimmung, statt sie als offen zu
    markieren.
  • Sie ändert sich nicht, wenn du deine Präferenzen änderst.
  • Du kannst nicht nachvollziehen, warum eine Stelle über einer anderen steht.

Was auch eine gute Bewertung nicht kann

Sie liest die Ausschreibung, nicht das Unternehmen. Ob das Team funktioniert, ob
die beschriebene Rolle der tatsächlichen entspricht und ob die Führungskraft
taugt, steht dort nicht. Eine hohe Bewertung ist eine Einladung, die Stelle
ernsthaft anzusehen, kein Urteil über die Stelle.

Und sie kennt nur, was du angegeben hast. Eine Bedingung, die du nie formuliert
hast, kann nicht berücksichtigt werden.

Was das praktisch heißt

Wenn du eine Suche einrichtest, ist die Arbeit an den Präferenzen die Arbeit an
den Ergebnissen. Titel sind ein schwacher Ausgangspunkt. Nützlicher ist,
aufzuschreiben, was gelten muss: Verantwortungsebene, Arbeitsmodell, Standort
oder dessen Abwesenheit, Gehaltsuntergrenze, in welche Richtung es gehen soll.

Und prüfe die ersten zwanzig Bewertungen von Hand. Dort siehst du, ob die
Sortierung das misst, was du meinst, und wenn nicht, an welcher deiner Angaben
es liegt.

Wie sich das in den Ablauf einer Jobsuche einfügt, steht im
Leitfaden zur KI-Jobsuche. Warum ein Agent
Jobbörsen nicht ersetzt, sondern liest, erklärt
KI Jobsuche vs. klassische Jobbörse.


Wie YourJobAgent Stellen bewertet und welche Gründe dabei sichtbar werden,
steht auf der Seite zum Job Matching.

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Hör auf, jeden Abend dieselben Formulare auszufüllen.

Richte deinen Job Agent einmal ein und konzentrier dich danach auf die Stellen, bei denen deine Entscheidung wirklich zählt.

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